Konzept1. Unser Leitbild
Unser Auftrag ist die Betreuung und Bildung von Kindern im Vorschulalter. Mit unserem Familien ergänzenden Angebot, möchten wir Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen.
In unserem Kindergarten bieten wir einen Lebensraum, in dem Kinder und Erwachsene sich mit Achtsamkeit und gegenseitiger Wertschätzung begegnen und weiterentwickeln können.
Mit unserer Arbeit setzen wir uns für das „Recht auf Kindheit“ ein. Wir sehen unseren Kindergarten als einen Ort, in dem Kinder wachsen, gedeihen, blühen und für ihr weiteres Leben Früchte reifen lassen können.
Die Grundlage der Arbeit in unserem Kindergarten ist die von Rudolf Steiner begründete Anthroposophie, aus der die Waldorfpädagogik hervorgegangen ist.
1.1. Die Waldorfpädagogik
Die aus der Anthroposophie entwickelte Waldorfpädagogik sieht den Menschen als eine Einheit von Leib, Seele und Geist.
Es ist das Ziel der Waldorfpädagogik junge Menschen in ihrer Entwicklung zu freien, verantwortungsvollen und eigenständigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Damit sie das Leben lustvoll ergreifen, aber auch den Herausforderungen des Lebens mit unabhängigen Urteilsvermögen, sozialem Empfinden und liebevoller Gestaltungsfähigkeit begegnen können.
Die anthroposophische Pädagogik sieht in jedem Menschen, ungeachtet seiner sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft sowie seiner physischen Disposition, eine einmalige Individualität. Die schon vor der Geburt existierte und mit ganz eigenen Impulsen auf die Welt kommt. Den oft noch verborgenen, individuellen Lebensimpulsen begegnen wir mit Achtsamkeit und Interesse.
1.2. Unser Bild vom Kind
Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.
(Rudolf Steiner)
In jedem Kind begrüßen wir eine Persönlichkeit mit ihren ureigenen Entwicklungsanliegen.
Jedes Kind möchte sein leibliches Instrument, den eigenen Körper, ergreifen und durch ihn die Welt begreifen.
Hierbei wirkt im Kind der wunderbare und starke `Urimpuls´ des Wollens. Dieser ermöglicht es ihm, aus sich heraus und durch Nachahmung die Fähigkeiten des Menschseins zu erlernen.
Wir Erzieher sehen es als unsere Aufgabe an, das uns anvertraute Kind gleichwürdig und achtsam zu pflegen, es liebevoll zu führen und ihm ein Vorbild zu sein.
Es ist unsere Überzeugung, dass alles, was der Erwachsene sichtbar vor dem Kind tut und auch das, was er im Zusammensein mit ihm fühlt und denkt, direkt auf die Entwicklung des Kindes wirkt. Das Kind erzieht sich selbst an den es umgebenden Erwachsenen und an seinen Lebensumständen.
Die ersten sieben Lebensjahre sind insofern entscheidend, als sich in dieser Zeit der physische Leib bis in das feinste Organgeschehen hinein ausgestaltet. Dies gemäß den Bedingungen, die das Kind umgeben. In der Mitte dieser sieben Jahre, mit etwa dreieinhalb Jahren, nach Abschluss der Trotzphase, erreicht das Kind die Kindergartenreife. Für eine gedeihliche Entwicklung benötigen die Kinder vor bzw. nach der Kindergartenreife jeweils andere Bedingungen. Daher betreuen wir in unserem Kindergarten sowohl Kleinkindgruppen, als auch Kindergartengruppen.
Unser Ziel ist es schulreife kleine Persönlichkeiten aus unserer Einrichtung in die Schulen zu entlassen.